Lohnsteuer und Kurzarbeitergeld – wie verhält sich das?

Der Arbeitgeber hat die Lohnsteuer automatisch anzupassen. Nur der steuerpflichtige Arbeitslohn unterliegt der Lohnsteuer. Das Kurzarbeitergeld ist eine Lohnersatzleistung, die steuerfrei ist, und sich nur im Einkommensteuerveranlagungsverfahren bei der Ermittlung des Steuersatzes auswirkt.

Wie das Kurzarbeitergeld bessteuert wird

Ist das Kurzarbeitergeld steuerfrei?

Das Kurzarbeitergeld müssen Sie bei der Agentur für Arbeit beantragen und es wird frühenstens ab dem Montag der Antragsstellung ausbezahlt,

Das Kurzarbeitergeld ist als Lohnersatzleistung steuerfrei. Es kann aber unter Umständen dazu kommen, dass es bei der Einkommensteuerveranlagung für das Jahr 2020 zu Steuernachforderungen kommt. Das liegt daran, dass in einem ersten Schritt bei der Ermittlung des Steuersatzes das Kurzarbeitergeld den steuerpflichtigen Einkünften fiktiv zugerechnet wird. Dadurch ergibt sich ein höherer Steuersatz. In einem zweiten Schritt wird dieser erhöhte Steuersatz auf das Einkommen ohne das Kurzarbeitergeld angewendet. Da der erhöhte Steuersatz nicht bereits beim laufenden Lohnsteuerabzug durch den Arbeitgeber berücksichtigt wird, sondern erst bei der Einkommensteuerveranlagung durch das Finanzamt, kann es zu Steuernachforderungen kommen. Oder mit den Worten des Steuerrechts gesprochen: Das Kurzarbeitergeld unterliegt bezogen auf die gesamten steuerpflichtigen Einkünfte dem sogenannten Progressionsvorbehalt.

Hier haben wir Ihnen ein Merkblatt zusammen gestellt:

Den Antrag auf Kurzarbeitergeld finden Sie hier:

Den Link zum Atragsformular finden Sie hier. Es ist gewünscht, dass Sie den Antrag online stellen:

Für den Antrag müssen Sie ein Begleitschreiben beilegen. Wir haben Ihnen ein Musterschreiben erstellt, das Sie bequem für Ihren Antrag nutzen können:

Für den unerlässlichen Arbeitszeitnachweis haben wir Ihnen ein Muster erstellt:

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